Rückkehr nach Hause4 min read

Ich weiß, ich wollte diesen Blog ja weiterführen und habe jetzt seit ungefähr einem Monat nichts mehr gepostet. Aber die Wette gilt ja nicht mehr, ich bin ja schließlich jetzt zurück. Heute geht es auch um ein Thema, das ich nicht sofort nach meiner Rückkehr abhandeln wollte, nämlich meine Rückkehr. Und die war irgendwie recht kurios. Vielleicht weihe ich euch mal in das ein, was ich seither gemacht habe.

Ich bin vor gut 4 Wochen aus Straßburg zurückgekommen und dann prompt wieder nach Frankreich zurückgefahren. Allerdings nach Marseille, um dort quasi eine Woche Urlaub zu machen. Aber das ist eine andere Story. Dann hatte ich noch meine Bachelorarbeit, die ich vor einer Woche präsentiert habe und in zwei Wochen dann final abgebe und dann stecke ich auch noch im Moment in einem super spannenden Praktikum beim Vermessungsamt. Studieren im Sinne von Vorlesungen besuchen und für Prüfungen lernen ist bei mir gerade etwas Nebensache. Insofern bin ich gerade in so einer Art Metastadium: Zwar bin ich schon aus Straßburg zurück, aber in meinem alten Leben noch nicht recht angekommen.

Doch das ist, glaube ich nicht das, was euch eigentlich interessiert. Viele schreiben von einem „Returnschock“, weil man sich quasi an die ausländische Kultur (den ausländischen „Way of life“ ?) und an das Leben ohne Eltern gewöhnt hat und sich jetzt wieder umgewöhnen muss. Das hatte ich auch etwas, als ich vor 5 Jahren aus Kanada zurückkam. Damals ging ich davon aus, dass die Lehrer verstehen würden, dass ich ein halbes Jahr weg war, und mir den Stoff erklären würden. Als ich merkte, dass das nicht der Fall war und ich mir fast das ganze halbe Jahr an Stoff selber beibringen musste (natürlich mit Hilfe, aber eben in Eigenarbeit und aus Eigeninitiative), war das schon ein Schock. Ansonsten musste ich mich an manche kleinen Dinge wieder gewöhnen, die halt in meiner Gastfamilie in Kanada anders waren als hier. Das waren Sachen wie die Art und Weise, wie wir Geschirr abgespült haben, wie ich Geld abhob (plötzlich waren es nur 10 Minuten Fußweg und nicht eine halbe Autostunde zum Geldautomaten) und dass ich endlich wieder unbegrenztes Internet hatte.

Dieses Mal ist das anders. Zunächst mal der Punkt Selbständigkeit. Dass ich in Straßburg niemanden um Erlaubnis fragen musste, sondern einfach das tun und lassen konnte, was ich wollte, habe ich natürlich genossen. Aber hier in München habe ich erstens den Vorteil, dass meine Eltern grundsätzlich nicht viel verbieten, solange ich ihnen erzähle, was ich mache und zweitens habe ich hier inzwischen eine ganze Etage im Haus für mich, in der ich quasi auch tun und lassen kann, was ich will. In der Hinsicht gibt es also nicht allzu viele Unterschiede.

In Sachen Studium hatte ich bisher auch keine großen Probleme seit meiner Rückkehr, denn ich bin ja bisher noch gar nicht zum richtigen Studieren gekommen. Komisch finde ich nur, dass ich, dadurch ein Jahr weg war, quasi keine Infos mehr habe, was wo wie stattfindet (offiziell wie partymäßig), aber das, wird sich denke ich, wieder ändern, sobald der ganze Schmarrn mit Praktikum und Bachelorarbeit wieder vorbei ist.

Und meine Freunde? Ja mit denen bin ich ja direkt nach meiner Rückkehr eine Woche in den Urlaub gefahren und wurde super aufgenommen. Viel Zeit, mit denen was zu unternehmen, bleibt mir da aber im Moment auch nicht, siehe Praktikum und Bachelorarbeit. Aber auch das ändert sich hoffentlich bald wieder.

Zusammenfassung (eine Woche später)

Dieser Metazustand, schon ausgezogen aber noch nicht richtig angekommen, war komisch. Das hat sich jetzt aber gelegt, wahrscheinlich, weil ich, seit ich den ersten Teil des Beitrages geschrieben habe wieder eine Woche in meiner alten Arbeit gearbeitet habe und Pause vom Praktikum hatte.

Zum Schluss noch die immerwährende Frage: Wirst du Faulpelz jetzt immer nur noch einmal pro Monat posten? Hmm, schwierig. Ich muss mal mit meinen Beitragsentwürfen aufräumen. Ja, ich habe noch einige Entwürfe. Die meisten sind nur inzwischen leider nicht mehr aktuell, aber ich habe auch noch einige Ideen für Kommendes. Auch wenn ich jetzt, mangels Wette nicht mehr mindestens zwei Posts pro Monat versprechen will, möchte ich doch regelmäßig was posten. Also seid gespannt und haltet die Ohren steif 🙂

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