Straßburg

Was sich noch ändern muss2 min read

Jetzt bin ich inzwischen schon fast zwei ganze Monate hier in Straßburg und man kann sagen, dass ich mich hier eingelebt habe. Nur manche Sachen stören mich noch hier, manche kleine, manche größere. Das hier ist eine kleine Liste, in der ich mal darüber meine Meinung loslasse.

Die französische Bürokratie

Manchmal sind ja schon die Deutschen Bürokratieweltmeister, aber in wenigen Disziplinen übertreffen die Franzosen die Deutschen, zum Beispiel, wenn ich mir eine Pizza bestellen oder eine Telefonkarte kaufen möchte. Wieso kann ich mir mit einer deutschen Nummer keine Pizza bestellen? Dank der EU sind doch die Telefonpreise für In- und Ausland fast gleich. Wieso brauche ich für eine Telefonkarte unbedingt ein französisches Bankkonto? Dank SEPA ist der Bankverkehr doch europaweit standardisiert? Ach und von dem Theater, dass die Hello Bank und BNP Paribas hier bei der Eröffnung eines Bankkontos machen, habe ich ja noch gar nicht berichtet. Interessant, ob sie mit Franzosen das gleiche machen.

Mein Zimmer

Es sind meine 10 m2. Oder? Noch fühle ich mich hier noch nicht heimisch. Meine Tür ist weiß, hat eine Türklinke, ein Schloss und auf ihr steht die Zimmernummer. Die meines linken Nachbarn auch, ebenso die meines rechten und auch die aller Anderen. Ich habe auch den gleichen Boden wie alle anderen, die gleiche Wandfarbe, … Es ist halt noch nicht mein Zimmer. Es ist mein Schlafplatz.

Der Staub

Meine Güte, da habe ich gerade gewischt, einen Tag später sieht es wieder genauso staubig aus. Kann man nicht einfach den Staub aus der Welt wegdefinieren?

Mein Stuhl

Ich sitze gerade auf meinem Stuhl, auf den ich meine beiden Kopfkissen gelegt habe. Wieso? Ohne die kann ich auf diesem bockelharten, idiotisch geformten Stuhl nicht länger als 10 Minuten sitzen. Jetzt habe ich nun mal manche Arbeiten, für die ich länger als 10 Minuten auf diesem Stuhl sitzen muss. Bevor ich diesen Trick mit den Kissen entdeckt habe, ging es sogar so weit, dass mir mein Hintern in der Nacht weh tat, wenn ich auf dem Rücken lag, weil dieser Stuhl so verdammt unbequem ist.

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